Einfach nur spielen

Im Anschluß an meinen letzten Post möchte ich noch mal ein paar Wege aus dem Motivationstief aufzeigen. Neben dem schon genannten Miniprojekt gibt es noch andere Wege aus der fotografischen Krise, z. B. kann ein Bildband ob neu oder aus dem Regal neue Impulse und Ideen aufzeigen. Alternativ mag auch ein interaktives Blättern bei flickr helfen, jedoch ist die Qualität sehr unterschiedlich und nicht jedes Bild kann einen überzeugen. Jedoch können einen gerade auch die schlechteren Bilder helfen, wenn man nicht nur achtlos hinüberblättert, sondern versucht herauszufinden warum die Bilder nicht funktionieren und zu überlegen was man hätte besser machen können. Dies hilft oft es besser machen zu wollen.

Eine andere Möglichkeit neue Perspektiven zu eröffnen und eine gute Herausfoderung ist es mit einem Objektiv (am besten eine Festbrennweite) z. B. in den Wald zu gehen mit dem festen Vorhaben genau 10 Bilder zu machen. Natürlich sollen es 10 gute Bilder sein, so versetzt man sich zurück ins analoge Zeitalter als jeder Klick noch Geld kostete und man daher die Bilder oft sorgsamer komponierte. Diese kleine Übung hilft euch bessere, bewußtere Fotos zu machen.

Ein völlig subjektiver Objektiv-Test

Das Sigma 100-300mm f/4 Telezoom

Dieses Objektiv war mein erstes Objektiv, das ich mir speziell zur Tierfotografie zugelegt habe. Moment dies stimmt nicht ganz, denn ich hatte vorher das Sigma 120-400mm Zoom getestet und für nicht lichtstark und in der Abbildung auch etwas zu weich empfunden und zurückgeschickt.

Und so habe ich ein paar Euros mehr investiert und das 100-300mm bestellt. Im Vergleich fehlt diesem zwar etwas Reichweite und der Bildstabilisator (bei Sigma OS) genannt, dafür spricht die bessere Lichtstärke und die bessere Abbildungsleistung insbesondere bei weit geöffneter Blende. Um es vorweg zu nehmen, ich bin mit meiner Entscheidung sehr zufrieden. Die Linse ist sehr scharf, selbst noch bei Blende 4 und zeigt dann ein schönes Bokeh (unscharfer, verwischter Hintergrund). An meiner Crop-Format-Kamera zeigt sie keinerlei Vignettierung (Abdunkelung an den Bildrändern) und auch die Reichweite ist Dank des Crop-Faktors und einer effektiven Brennweite von 150-450mm in den meisten Fällen für Säugetiere ausreichend. Der Autofokus ist ausreichend schnell, wenn er auch bei kontrastarmen Bildinhalten auch mal den Fokus verliert. Eine Bildstabilisierung würde ich mir für Freihandaufnahmen allerdings schon manchmal wünschen. Insgesamt bietet das Sigma ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis und ich würde es jedem empfehlem, der über eine gute Freihandtechnik verfügt und so den nicht vorhandenen Bildstabilisator verschmerzen kann.