Die richtige Unterlage für Naturfotografen

Prinzipiell gibt es ja einige Möglichkeiten die Kamera für die Aufnahme zu stabilisieren. Während es bei mittleren Telebrennweiten abhängig von der Lichtstärke und dem damit verbundenen Gewicht noch möglich ist die meisten Aufnahmen aus der Hand zu schießen, verlangen Brennweiten oberhalb von 300mm nach einer geeigneten Stabilisation. Auch Aufnahmen bei wenig Licht oder bei großer Blende lassen sich oft nicht mehr ohne Verwackeln aus der Hand fotografieren.

Neben pragmatischen Lösungen wie das Auflegen der Kamera auf den Boden oder einen Zaunpfosten etc. bietet die Industrie im wesentlichen zwei Möglichkeiten an: das Stativ oder einen Bohnensack. Beide Möglichkeiten haben Vor- und Nachteile. Der Bohnensack bietet eine flexible Auflage mit guter Dämpfung, hier sind je nach Ausführung auch bei langen Brennweiten noch erstaunlich lange Belichtungszeiten möglich. Bohnensäcke funktionieren meiner Erfahrung nach unabhängig vom Untergrund gut. Schwieriger ist es mit einem Bohnensack bewegte Objekte zu verfolgen, da man den Bohnensack mitdrehen müsste. Da bietet ein Stativ abhängig vom installierten Stativkopf deutliche Vorteile. Stative sind allerdings je nach Ausführung (z.B. Aluminium vs. Carbon) erheblich kostspieliger und beim Transport immer etwas unhandlich, kann man doch für den Transport einen Bohnensack leeren und vor Ort mit allem Möglichen füllen. Stative sind auch immer auf einen guten stabilen Untergrund angewiesen. Bei losem Untergrund sollte man das Stativ gut in den Boden eindrücken, um ein Maximum an Stabilität zu erreichen.

Im Endeffekt bleibt es also eine Geschmacksache, ob man einen Bohnensack oder ein Stativ verwendet.