Bildfüllendes Potrait oder Tierpotrait in natürlicher Umgebung

Bei Tieraufnahmen stellt sich oft die Frage, ob man ein Tier möglichst groß und damit bildfüllend oder eher als ein Teil seines natürlichen Habitats abbilden soll. Wie so oft gibt es keine richtige oder falsche Antwort auf diese Frage.

Bei einer Nahaufnahme bleibt der Betrachter an all den kleinen Details des Objekts hängen und es entsteht eine nicht nur räumliche sondern auch emotionale Nähe. Dies ist auch gleichzeitig die Gefahr des bildfüllenden Portraits, denn das eigentlich wilde Tier kann schnell zum Kuscheltier verkommen. Bei einem Tierportrait in der natürlichen Umgebung erhält der Betrachter mehr Informationen und zwar nicht nur zu der Umgebung selbst, sondern auch zu der Situation des Tieres. Man hat so die Möglichkeit eine Geschichte über das Tier und seine Situation zu erzählen. Dabei ist zu beachten, dass das Tier das Hauptobjekt des Bildes bleibt und die Umgebung und der Hintergrund nicht zu stark ablenken.

Kurz und gut bei den niedlichen Tierkindern kann eine intime Nahaufnahme die anrühende Wirkung noch verstärkt werden, während ein Reh im Schnee und karger Flora sehr gut den Überlebenskampf des Tieres im harten Winter beschreibt. Dieser Eindruck kann dann durch eine unterstützende Lichtstimmung noch verstärkt werden und ein ausdruckstarkes Bild entstehen lassen.