Nikon D500 – Erste Eindrücke

Gestern brachte der Kurier meine neue Nikon D500, abends konnte ich sie auspacken und begutachten. Um ehrlich zu sein, habe ich mich beim Anheben des Kartons gefragt, ob überhaupt etwas drin ist. Doch nach dem Aufreißen fand sich tatsächlich ein Kamera-Body in der Verpackung. Die Kamera ist verglichen mit meiner D4 kompakt bis winzig, dennoch finden alle Bedienelemente Platz. Die Kamera liegt gut in der Hand, auch weil Nikon den Handgriff umgestaltet und vergrößert hat. Gut finde ich auch den ISO-Einstellknopf auf der Oberseite der Kamera in der Nähe des Auslösers. Hier ist er gut erreichbar und die Empfindlichkeit lässt sich so schnell verändern.

Blässhuhn
Blässhuhn

Die Knöpfe auf der Oberseite links wirken etwas preiswert an, ansonsten macht die Kamera einen sehr soliden und stabilen Eindruck. Schön finde ich auch den klappbaren Monitor, der im Live-View-Modus auch Fotos aus der Hüfte erlaubt oder bei der bodennahen Fotografie oder Makroaufnahmen den Nacken schont. Der Monitor verfügt über eine Touchscreen-Funktion, der es bei der Ansicht der Bilder erlaubt, zwischen den Bildern zu wechseln, in den Zoom-Modus und in den entsprechenden Bildbereich zu gelangen. Im Live-View-Modus ist auch die Auslösung und Fokussierung per Touchscreen möglich.

Tafelente im Flug
Tafelente im Flug

Heute morgen habe ich das erste Fotos gemacht, dazu war ich im Stadtpark und habe einige Wasservögel vor das Objektiv bekommen (s.o.). Brillant ist der neue Autofokus, mit dem man auch die Bildränder erreicht und der so die Komposition deutlich erleichtert. Schnell und präzise ist er auch noch, was will man mehr. Auch die Bildfrequenz von 10 Bildern pro Sekunde ist für die Natur- und Tierfotografie sehr gut geeignet. Erstaunt war ich dabei vor allem über die Lautstärke des Verschlusses; er klappt deutlich leiser als bei der D4. Ich hoffe, die Lebensdauer ist vergleichbar.

Seeimpressionen
Seeimpressionen

Die Bedienelemente sind für Nikon-Fotografen alle an der gewohnten Stelle, eine große Einarbeitungsphase ist nicht notwendig und auch die Menüstruktur ist altbekannt, nur ein extra Menü für die Video-Funktionen ist hinzugekommen (dazu mehr in einem späteren Post). Über die von Nikon SnapBridge genannte Funktion, mit der eine Übertragung der Bilder per Bluetooth auf das Smartphone oder ein Tablet möglich ist, kann ich auch noch nicht berichten, da zur Zeit lediglich die Android-Version fertig ist und die iOS-App noch auf sich warten läßt.

Flussseeschwalbe mit Fisch
Flussseeschwalbe mit Fisch

Fazit: Insgesamt bin ich rundherum zufrieden und habe noch keinen Mangel feststellen können, lediglich der Batteriehandgriff für Fotos im Hochformat fehlte mir und werde ich mir noch zulegen müssen. Hier nun ein paar erste Bilder…