• Ausrüstung,  Technik,  Tierfotografie

    Der Test der Stativköpfe

    Induro GHB2 Gimbal head

    Induro Gimbal Head

    Der Gimbal Kopf von Induro bietet eine stabile Verbindung zwischen Stativ und der Objektivschelle des Objektivs. Zur Aufnahme bietet des Kopf eine Schraubverschluss zur Aufnahme einer 38mm-Schwalbenschwanz-Platte (Arca-Swiss kompatibel), diese kann entweder unter die Originale Objektivschelle geschraubt werden oder man besorgt sich für seine Linse einen Ersatzfuß der bereits ein Schwalbenschwanzprofil besitzt. Durch vor und zurückschieben des Objektivfußes in der Schnellwechselplatte läßt sich ein Punkt finden, an dem das Gewicht hinter und vor der Platte im Gleichgewicht ist. Sobald dies erreicht ist läßt sich das Kamera-Objektiv-Rigg nahezu schwerelos in eine neue Stellung bringen und hält diese Position ohne wieder zurückzuschwingen.

    Der Induro-Kopf hat große Verschlußknöpfe mit denen sich getrennt die Rotation sowie die Hoch- und Runterneigung frei einstellen läßt. Damit läßt sich auch der Widerstand, den der Kopf bietet frei bestimmen. Der Kopf ist sehr stabil und erlaubt eine gute Verfolgung von Tieren in der Bewegung. Er wiegt ca. 1,5 kg und ist relativ groß, was beim Fotografieren aus dem Tarnzelt keine Rolle spielt beim Wandern auf der Suche nach Tieren jedoch schon hinderlich sein kann.

    Der Kopf von Induro ist in Deutschland aktuell nicht erhältlich, es gibt aber eine nahezu baugleiche Variante von Benro für etwa 350 €.

    Handlichkeit***
    Stabilität*****
    Performance****
    Preis-/Leistung****

    Flexline Pro

    Flexline Pro

    Bei dem Kopf von Flexline handelt es sich um einen doppelten Kugelkopf, der Clou ist allerdings dass die innere, schwarze Kugel auf irgendeine Art gefedert ist. Diese Konstruktion läßt eine stabile und gewichtslose Lagerung der Kamera-Objektiv-Kombi zu. Die äußere, silberne Kugel dient in Verbindung mit einem schweren Objektiv lediglich Einstellung der Parallelität der Auflage zum Erdboden. Man kann den Kopf jedoch auch in Verbindung mit einem leichteren Objektiv wie einen normalen Kugelkopf benutzen und dazu die silberne Kugel freigeben. Dies bedeutet ein Maximum an Flexibilität, da man sowohl eine Kamera mit geeigneter Platte quer wie auch ein Objektiv mit Schelle längs auf die Arca-Swiss-kompatible Platte anbringen kann.

    Der Kopf wiegt nur 680g und ist bauartbedingt nicht sehr hoch. Er eignet sich sowohl für den stationären Einsatz, da er eine vergleichbare Stabilität wie der Gimbal erreicht, wie auch für den mobilen Einsatz. Die Verfolgung schneller Action ist gut bis sehr gut möglich. Allerdings ist dieser Kopf mit 540€ recht kostspielig.

    Handlichkeit*****
    Stabilität****
    Performance****
    Preis-/Leistung***

    Wimberley MH-100

    Monopod Gimbal

    Etwas ausserhalb der Konkurrenz läuft der Kopf von Wimberley, da er speziell für den Einsatz mit Einbeinstativen konzipiert wurde. Der Kopf wird mit dem Mittelteil an der Montageplatte des Einbeins verschraubt. Das Objektiv wird dann seitlich an der Schnellwechselplatte angeschraubt. Bei richtiger Austarierung läßt sich hiermit auch eine gewichtslose Führung des Riggs erreichen. Der große seitliche Knopf gibt die Schwenkachse (Hoch-Runter) frei. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Verlagerung des Gewichtes, da nun dass Hauptgewicht nicht mehr direkt über der Beinachse des Stativs liegt. Auch ist eine sichere Führung der Kamera-Kombi mit guter Technik notwendig um scharfe Bilder zu erhalten, das ist allerdings nur zu geringen Anteilen dem Kopf an sich geschuldet. Man kann ein Einbeinstativ in Sachen Stabilität schlicht nicht mit einem Dreibein vergleichen. Dafür ist die Handlichkeit der Kombination Einbein und Wimberley-Kopf durch kein noch so leichtes Dreibeinstativ zu erreichen. Es bietet sich daher für ausgedehntere Wanderung zum Beispiel im Gebirge an. Für ein Tarnzelt ist es hingegen völlig ungeeignet, da man es nicht den ganzen Tag stabilisieren möchte. Der Kopf wiegt 550g und kostet ca. 220€.

    Handlichkeit*****
    Stabilität***
    Performance***
    Preis-/Leistung****

    Fazit

    Während es sich sowohl bei dem Gimbal head als auch dem Einbein-Kopf von Wimberley um Spezialisten handelt, so ist der Einsatzbereich des Flexline-Kopfes sehr viel größer. Er taugt auch mal zur Anfertigung von Landschaft- oder Personen-Fotos. Dies rechtfertigt für mich den deutlich höheren Anschaffungspreis.

  • Ausrüstung,  Naturfotografie,  Technik,  Tierfotografie

    Stativköpfe für schwere (Tele-)Objektive

    Zur Fotografie von Tieren eigenen sich bedingt durch die großen Fluchtdistanzen unserer Fauna vor allem lange Brennweiten oberhalb von 300mm. Diese Objektive sind, insbesondere wenn sie auch noch lichtstark (also eine Offenblende von f/4.0 oder kleiner) haben, nicht nur groß sondern auch schwer. Da wird der Arm schnell müde, wenn man versucht mit einem solchen Rigg aus der Hand zu fotografieren. Also muß ein Einbein- oder besser noch ein Dreibeinstativ her. Die Frage, die sich dann stellt ist die nach einem Stativkopf.

    Die Köpfe von links: Flexline Pro, Induro GHB2, Kimberley MH-100

    Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe für schwere Kamera-/Objektivkombinationen geeignete Stativköpfe. Ich stelle euch im nächsten Blog-Post eine Auswahl vor, die ich bereits selbst ausführlich getestet habe.

    Es handelt sich dabei Modelle eines Gimbal heads, einen gefederten Kugelkopf sowie eine Art halben Gimbal für ein Einbeinstativ. Was in dieser Übersicht noch fehlt ist ein sogenannter Fluid Neiger, der eigentlich für Film-/Videokameras entwickelt wurde, aber auch von einigen Naturfotografen verwendet wird. Hierzu kann ich leider keine eigene Erfahrungen beisteuern. Prinzipiell gibt es natürlich noch Bohnensäcke, die auch schwere Objektive unterstützen können, doch diese sind sehr unflexibel. Andere Stativköpfe sind aus meiner Sicht für schwere Objektive nicht geeignet, falls ihr anderer Meinung seid hinterlasst gerne einen Kommentar.

    Die Köpfe habe ich alle selbst gekauft, es gibt keine Art von Sponsoring.

  • Motivation,  Tierfotografie

    Kurze Bücherrezension für trübe Tage

    Heute regnet und stürmt es in Norddeutschland, es ist grau und es dunkel. Selbst moderne DSLRs mit Myriaden von Pixeln und einer Empfindlichkeit von zigtausend ISO haben da Schwierigkeiten interessante Bilder zu gestalten. Daher wollte ich euch ein paar Bücher wärmstens ans Herz legen, die zwar kein Ersatz für die Praxis im Feld sind, aber doch interessante Impulse und Ideen liefern können.

    Wildlife-Fotografie - Uwe Skrzypczak  blog-1024-22-februar-2017Natur und Tiere fotografieren - M. Botzek, K. Richter

    • Wildlife Fotografie von Christoph F. Robiller, dpunkt.verlag, 2016
    • Wildlife-Fotografie von Uwe Skrzypczak, dpunkt.verlag, 2009
    • Natur und Tiere fotografieren von Markus Botzek und Karola Richter, Galileo Design, 2012

    Die drei Bücher unterscheiden sich trotz der ähnlichen Titel in der Herangehensweise zum Teil stark, so berichtet Skrzypczak in seinem Buch über seine langjährigen Erfahrungen bei der Tierfotografie in Ostafrika während Botzek und Richter ihr Buch in kleine Ausflüge sortiert haben, bei denen sie verschiedene Aspekte der Naturfotografie (also auch Makro und Landschaftsfotografie) beschreiben. Natürlich gibt es auch Ähnlichkeiten, so gehen alle Autoren ausführlich auf die grundlegenden Techniken der Fotografie (von Belichtung bis Bildgestaltung) ein, zusätzlich stellen Skrzypczak und Robiller auch noch einen Überblick über die aktuelle Fototechnik und ihre Relevanz für die Naturfotografie dar. Alle Autoren geben in ihren Büchern auch Hinweise für lohnende Orte für die Tier- und Naturfotografie. Dabei handelt es sich bei den beschriebenen Regionen bei Skrzypczak um Orte in Ostafrika, während Robiller Plätze in Deutschland und Nordeuropa empfiehlt. Botzek und Richter beschreiben anhand von Beispielen aus der näheren Umgebung der Autoren eher eine Herangehensweise sich interessante Orte selbstständig zu erschliessen als bekannte Hotspots aufzulisten.

    Jedes Buch für sich ist lohnenswert und gut geschrieben. Sie bieten sich jedoch für unterschiedliche Geschmäcker an. Wer schon lange von Afrika träumt findet in Uwe Skrzypzak’s Buch viele hilfreiche Hinweise, um aus der zeitlich begrenzten Erfahrung einer Wildtier-Safari das Beste herausholen zu können. Botzek und Richter beschäftigen sich neben der Tierfotografie auch mit den vielen anderen Möglichkeiten der Naturfotografie und verstehen es sehr gut Hilfestellungen für die tägliche Fotografie in der Heimat zu geben. Zusätzlich beleuchten Sie in jedem Kapitel auch interessante Aspekte fotografischer Techniken bzw. des Umfelds der Fotografie, die in den anderen Büchern teilweise etwas zu kurz kommen. Robiller legt in seinem Buch sehr ausführlich und verständlich, den aktuellen Stand der Technik und auch der zur Verfügung stehenden Techniken dar. So beschäftigt er sich auch mit den Möglichkeiten der Tarnung und gibt sogar einen kurze Anleitung zum Bau eines Schwimmverstecks. In den anschließenden Kapiteln beschreibt er seine persönlichen Erfahrungen an zahlreichen deutschen und nordeuropäischen Fotozielen.

    Viel Spass beim Lesen.

     

  • Ausrüstung,  Naturfotografie,  Tarnung

    Fotoverstecke – Die Dritte (Wildlife Watching Supplies Mini Dome Hide)

    Heute folgt der dritte und letzte Teil meiner Miniserie über Fotoverstecke. Ich stelle euch heute die Mini Dome Hide (Lightweight) von Wildlife Watching Supplies (im folgenden WWS genannt) vor. Länger könnte der Name kaum sein. WWS ist eine Firma des Naturfotografen Kevin Keatley aus England, sie stellen seit circa 20 Jahren Tarnzelte her. Das hier vorgestellte Zelt ist aus einem imprägnierten Baumwollstoff gearbeitet und wird mit einem Aluminiumgestänge verspannt. Der Boden ist aus einer wasserfesten Kunstfaser, so bleibt der Fotografenhintern trocken, denn man sitzt in diesem Zelt direkt auf dem Boden. Das Zelt ist im aufgebauten Zustand nur 95 cm hoch, 105 cm breit und 160 cm lang. Es wird mit einem Tragbeutel geliefert und läßt sich gegen Aufpreis noch weiter modifizieren. Aufgebaut ist das Zelt mit etwas Übung in weniger als fünf Minuten. Ach ja der Preis, angeboten wird das Zelt beim Hersteller für etwa 195 Britische Pfund, das entspricht bei heutigem Wechselkurs in etwa 235 €. Kein Schnäppchen also, dafür ist es sehr gut verarbeitet und bietet die beste Tarnung der hier vorgestellten Tarnmöglichkeiten. Jedes der drei Fenster ist vollständig verschliessbar, dahinter befindet sich ein Tarnnetz und an der vorderen Öffnung noch zusätzlich ein geteiltes Tarnnetz, dass die Möglichkeit bietet die Kamera hindurch zu stecken. Der Einstieg ins Zelt erfolgt auf der Rückseite, die „Tür“ läßt sich dann mit einer Kombination aus Klettverschlüssen und Bändern schliessen. Im Inneren geht es den Abmessungen entsprechend beengt zu, aber für Fotograf, Kamera, Stativ und den Fotorucksack ist Platz. Ich habe mir für das Zelt einen Bodenstuhl besorgt, damit läßt es sich dann auch für längere Ansitze gut aushalten. Schön ist die bodennahe Perspektive aufgrund der geringen Höhe der Fotoöffnung. Man kann es auch noch auf die Spitze treiben und die eigentlich für ein Stativbein gedachte Öffnung darunter nehmen, um Fotos nahezu auf Bodenhöhe zu schießen und damit das Objekt schön vom Hintergrund frei zu stellen.

    Frontalansicht WWS Mini Dome Hide
    Frontalansicht WWS Mini Dome Hide

    Das Zelt bietet allerdings nur eingeschränkten Schutz vor den Elementen, denn wasserdicht ist es bei stärkeren Regen nicht. Im Sommer kann es auch ordentlich warm werden und nur bei Wind und geöffneten Seitenfenstern  kommt eine kühlende Brise durch das Zelt. Will man das Zelt über mehrere Tage vor Ort lassen, um die Tiere an den Anblick zu gewöhnen, empfiehlt es sich einen geschützten Ort zu wählen. Gegen Wind kann man das Zelt mit den mitgelieferten Heringen sichern.

    Fotoöffnung WWS Mini Dome Hide
    Fotoöffnung WWS Mini Dome Hide

    Qualität    –    sehr gut

    Komfort    –    ausreichend

    Tarnung   –    sehr gut

     

     

     

     

     

    Ich hoffe euch hat die kleine Reise durch die von mir verwendeten Tarnmöglichkeiten gefallen. Natürlich gibt es noch viele weitere Möglichkeit sich zu tarnen.

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  • Ausrüstung

    2. Teil zum Thema Tarnen – Die schnelle Variante Kiwi Camo Tarnüberwurf

    Heute stelle ich euch die zweite Möglichkeit mich der Wahrnehmung der Tiere zu entziehen. Der Tarnüberwurf von Kwik Camo ist leicht, aus Baumwolle und extrem schnell angelegt. Er wird einfach über das Stativ mit Kamera und Fotografen geworfen und schon kann es los gehen. Es bietet für das Objektiv eine Öffnung, die nach unten über einen Klettverschluss noch erweitert werden kann. Oberhalb der Kamera befindet sich ein Netz, durch das man als Fotograf den Überblick behalten kann (auf den Fotos vielleicht nicht so gut zu erkennen, da mir zwei Pflanzstangen als Fotografenattrappe dienten). An beiden Seiten gibt es zwei Öffnungen, um bei Bedarf mit den Händen nach ausserhalb zu greifen. Der ganze Tarnumhang ist groß genug, um einem ca. 180cm großen Fotografen Platz zu bieten und dann immer noch bis zum Boden zu reichen. Bei größeren Personen könnte es sonst passieren, das der Stoff über dem Boden schwebt. Zusammengelegt passt der Überwurf in eine ca. 25×30 cm große mitgelieferte Tragetasche mit Hüftgurt. Der Tarnüberwurf wird aktuell für ca. 150 € im Internet-Handel angeboten.

     

    Kwik Camo Tarnüberwurf
    Kwik Camo Tarnüberwurf

    Der offensichtliche Vorteil der Tarnüberwurf ist die Flexibilität, er ist schnell übergeworfen und man hat immer noch die Möglichkeit seine Position mit dem Überwurf zu verändern. Das kann oft wichtig werden, um seine Perspektive und damit den Hintergrund zu verändern. Jedoch wird man damit scheure Arten nur überlisten können, wenn man einen Ort findet, von dem man sich nicht abhebt. Jede Bewegung im Überwurf wird über den Stoff übertragen und ist potentiell sichtbar. Man hat darüberhinaus keinerlei Schutz vor den Elementen und kann die Tiere auch nicht an den Überwurf gewöhnen. Eine sehr gute Möglichkeit zum Einsatz besteht, meiner Erfahrung nach, als zusätzliche Tarnung beim Fotografieren aus dem Auto. Hier kann man den Stoff über das am Autoscheibenstativ befestigte Kameraequipment und den Fotografen stülpen und wird insbesondere von vielen Kleinvögeln kaum noch wahrgenommen.

    QuikCamo-0416-13. Juli 2016

    Das Urteil:

    Qualität       –    befriedigend

    Platz und Komfort       –     ausreichend

    Tarnung      –     befriedigend

     

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  • Ausrüstung,  Naturfotografie,  Tierfotografie

    Tarnen – drei Möglichkeiten im Vergleich

    Heute werden ich euch die erste Möglichkeit vorstellen auch scheueren Tieren auf den Pelz (oder das Gefieder) zu rücken. Wie ihr vielleicht aus eigener Erfahrung wißt sind die meisten Tiere in Deutschland recht scheu, da ist es oft notwendig sich möglichst unauffällig in die Umwelt einzupassen, um nicht aufzufallen. Dafür gibt es auf dem Markt viele verschiedene Angebote. Ich habe drei verschiedene Tarnzelte bzw. Tarnüberwürfe für euch ausgesucht und werde sie in den nächsten Wochen hier vorstellen. Hier kommt die erste und gleichzeitig größte Variante…

    Doghouse-8743-06. Juni 2016

    Das Komfortable – Ameristep Doghouse

    Das Tarnzelt der Firma Ameristep ist groß, zu weilen auch zu groß. Es ist quadratisch und jede Seite mißt ungefähr 1,70 m, es ist auch genauso hoch. Es besteht aus Synthetik und ist wasserabweisend, jedoch nicht wasserdicht. Der Aufbau ist denkbar einfach, denn es ist an jeder Seite mit Metallringen versehen, die das Zelt nach dem Loslassen in Form bringen. Nun werden die Seiten noch auseinander gezogen und schon kann das Zelt aufgestellt werden. Die Decke wird mit zwei flexiblen Stangen verspannt und an allen Seiten sind Ösen für Heringe. Zusätzlich kann das Zelt noch gegen Wind abgespannt werden. Benötigte Zeit für den Aufbau komplett mit Abspannen ca. 5-7 Minuten, je nach Übung.

     

    Doghouse-8748-06. Juni 2016

     

    Im Zelt hat man jede Menge Platz für sich und seine Ausrüstung, einen Boden gibt es allerdings nicht. Das Zelt hat an der Rückseite einen großen Eingang, der mit einem Reißverschluss geöffnet und verschlossen wird. Hierüber kann man alles bequem einladen. An den anderen drei Seiten befinden sich drei blaugleiche Öffnungen, die ebenfalls über einen Reißverschluss geöffnet und geschlossen werden können. Es gibt eine kleinere Öffnung, die etwa 35 x 50cm groß ist und für die ein Tarnnetz mitgeliefert wird, das mit einem Klettverschluss befestigt werden kann. Und es gibt eine große Öffnung, die beinahe über die gesamte Breite und die halbe Höhe der Seitenwand reicht. Die Innenwände sind mit schwarz, so dass die Person im Zelt möglichst gut getarnt ist. Nach der Benutzung kann das Zelt und das Zubehör in einer mitgelieferten Tragetasche verstaut werden.

     

    Doghouse-8750-06. Juni 2016

     

    Fazit – Das Doghouse wurde für Jäger in den USA entwickelt und bietet viel Platz und mit den vielen verschiedenen Öffnungen eine gute Rundumsicht. Sollte man die großen Öffnungen verwenden wollen, sollte man allerdings noch zusätzliche Tarnnetze einziehen, ansonsten ist der Tarneffekt gering. Auch sollten nicht zuviele Öffnungen gleichzeitig geöffnet sein, da das ins Zelt fallende Licht die Person dann auch für die Tiere besser sichtbar macht. Das Zelt ist im aufgebauten Zustand stabil, allerdings läßt die Verarbeitung an der Langlebigkeit, insbesondere der Reißverschlüsse zweifeln. Es läßt sich gut gegen Wind abspannen und ist bei leichtem Regen ein trockener Unterschlupf. Bei stärkerem Regen tropft es dann aber doch durch Nähte und Reißverschlüsse. Im Sommer wird es schnell sehr warm im Zelt, da der Zeltstoff nicht luftdurchlässig ist. Das Zelt ist in unterschiedlichen Tarnmustern verfügbar, das hier gezeigte Tarnmuster eignet sich gut für den Wald. Zum längeren Ansitz empfiehlt sich ein Hocker, da die Öffnungen sich in ca. 60 cm Höhe befinden. Das bedeutet auch Einschränkungen für die Perspektive bei der Fotografie kleinerer Tiere. Es eignet sich besser für etwas größere Tiere, ab Fuchs aufwärts. Das Zelt gibt es für um € 100 im Fachhandel.

    Qualität – befriedigend

    Platz und Komfort – sehr gut

    Tarneffekt – gut

     

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  • Ausrüstung

    Nikon D500 – Erste Eindrücke

    Gestern brachte der Kurier meine neue Nikon D500, abends konnte ich sie auspacken und begutachten. Um ehrlich zu sein, habe ich mich beim Anheben des Kartons gefragt, ob überhaupt etwas drin ist. Doch nach dem Aufreißen fand sich tatsächlich ein Kamera-Body in der Verpackung. Die Kamera ist verglichen mit meiner D4 kompakt bis winzig, dennoch finden alle Bedienelemente Platz. Die Kamera liegt gut in der Hand, auch weil Nikon den Handgriff umgestaltet und vergrößert hat. Gut finde ich auch den ISO-Einstellknopf auf der Oberseite der Kamera in der Nähe des Auslösers. Hier ist er gut erreichbar und die Empfindlichkeit lässt sich so schnell verändern.

    Blässhuhn
    Blässhuhn

    Die Knöpfe auf der Oberseite links wirken etwas preiswert an, ansonsten macht die Kamera einen sehr soliden und stabilen Eindruck. Schön finde ich auch den klappbaren Monitor, der im Live-View-Modus auch Fotos aus der Hüfte erlaubt oder bei der bodennahen Fotografie oder Makroaufnahmen den Nacken schont. Der Monitor verfügt über eine Touchscreen-Funktion, der es bei der Ansicht der Bilder erlaubt, zwischen den Bildern zu wechseln, in den Zoom-Modus und in den entsprechenden Bildbereich zu gelangen. Im Live-View-Modus ist auch die Auslösung und Fokussierung per Touchscreen möglich.

    Tafelente im Flug
    Tafelente im Flug

    Heute morgen habe ich das erste Fotos gemacht, dazu war ich im Stadtpark und habe einige Wasservögel vor das Objektiv bekommen (s.o.). Brillant ist der neue Autofokus, mit dem man auch die Bildränder erreicht und der so die Komposition deutlich erleichtert. Schnell und präzise ist er auch noch, was will man mehr. Auch die Bildfrequenz von 10 Bildern pro Sekunde ist für die Natur- und Tierfotografie sehr gut geeignet. Erstaunt war ich dabei vor allem über die Lautstärke des Verschlusses; er klappt deutlich leiser als bei der D4. Ich hoffe, die Lebensdauer ist vergleichbar.

    Seeimpressionen
    Seeimpressionen

    Die Bedienelemente sind für Nikon-Fotografen alle an der gewohnten Stelle, eine große Einarbeitungsphase ist nicht notwendig und auch die Menüstruktur ist altbekannt, nur ein extra Menü für die Video-Funktionen ist hinzugekommen (dazu mehr in einem späteren Post). Über die von Nikon SnapBridge genannte Funktion, mit der eine Übertragung der Bilder per Bluetooth auf das Smartphone oder ein Tablet möglich ist, kann ich auch noch nicht berichten, da zur Zeit lediglich die Android-Version fertig ist und die iOS-App noch auf sich warten läßt.

    Flussseeschwalbe mit Fisch
    Flussseeschwalbe mit Fisch

    Fazit: Insgesamt bin ich rundherum zufrieden und habe noch keinen Mangel feststellen können, lediglich der Batteriehandgriff für Fotos im Hochformat fehlte mir und werde ich mir noch zulegen müssen. Hier nun ein paar erste Bilder…

     

     

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  • Ausrüstung,  Reise

    Ein Ausblick in die nächsten Wochen

    Mal wieder habe ich mir vorgenommen, regelmäßiger zu bloggen. Deshalb habe ich mir schon mal ein paar Themen vorgenommen und werde sie euch kurz vorstellen:

    • ein kurzer Review der Nikon D500 (sobald ich mein Exemplar erhalten habe)
    • ein Vergleichstest verschiedener Tarnzelte bzw. Tarnumhänge
    • ggf. ein neues Jahresprojekt
    • Naturfotografie in Bulgarien (Anfang Juli)

    und natürlich aktuelle Einträge über die täglichen Aktivitäten.

    Ich werde Euch nun auch über Twitter über neue Blogeinträge informieren, daher lade ich euch ein [twitter-follow screen_name=’photowildnis‘ show_screen_name=’no‘]

  • Ausrüstung

    Ein völlig subjektiver Objektiv-Test

    Das Sigma 100-300mm f/4 Telezoom

    Dieses Objektiv war mein erstes Objektiv, das ich mir speziell zur Tierfotografie zugelegt habe. Moment dies stimmt nicht ganz, denn ich hatte vorher das Sigma 120-400mm Zoom getestet und für nicht lichtstark und in der Abbildung auch etwas zu weich empfunden und zurückgeschickt.

    Und so habe ich ein paar Euros mehr investiert und das 100-300mm bestellt. Im Vergleich fehlt diesem zwar etwas Reichweite und der Bildstabilisator (bei Sigma OS) genannt, dafür spricht die bessere Lichtstärke und die bessere Abbildungsleistung insbesondere bei weit geöffneter Blende. Um es vorweg zu nehmen, ich bin mit meiner Entscheidung sehr zufrieden. Die Linse ist sehr scharf, selbst noch bei Blende 4 und zeigt dann ein schönes Bokeh (unscharfer, verwischter Hintergrund). An meiner Crop-Format-Kamera zeigt sie keinerlei Vignettierung (Abdunkelung an den Bildrändern) und auch die Reichweite ist Dank des Crop-Faktors und einer effektiven Brennweite von 150-450mm in den meisten Fällen für Säugetiere ausreichend. Der Autofokus ist ausreichend schnell, wenn er auch bei kontrastarmen Bildinhalten auch mal den Fokus verliert. Eine Bildstabilisierung würde ich mir für Freihandaufnahmen allerdings schon manchmal wünschen. Insgesamt bietet das Sigma ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis und ich würde es jedem empfehlem, der über eine gute Freihandtechnik verfügt und so den nicht vorhandenen Bildstabilisator verschmerzen kann.

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